Sozial- und Migrationsberatung

Ein wichtiger Teil der Gemeindearbeit besteht aus der Beratung, Unterstützung und Begleitung von Gemeindemitgliedern sowie von Angehörigen des Freundeskreises in verschiedenen Lebenssituationen. Zu unseren Angeboten gehören u.a. die Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung ritueller Familienfeiern wie die Einsegnung neugeborener Mädchen, die Beschneidung neugeborener Jungen, Bar- und Bat Mizwa als Übergang von der Kindheit ins ethisch verantwortliche Erwachsenenalter, Hochzeiten sowie Begräbnisse. Durch das gemeinsame Vorbereiten und Begehen der jüdischen Feiertage, binden wir aktiv die Gemeindemitglieder ein – sei es bei einem gemeinsamen Mahl zu Pessach oder beim gemeinsamen Gestalten der Laubhütte zu Sukkot.

Sozialarbeiter Alexander Feigin

Neben den Angeboten hinsichtlich jüdischer Riten, bieten wir vielfältige Aktivitäten im sozialen Miteinander an. Diese unterstützen und fördern insbesondere den zugewandterten Gemeindemitgliedern eine gelungene Integration in die jüdische Gemeinde und zudem in die deutsche Gesellschaft. Die 2014 gegründete Selbsthilfegruppe „Hatikvah“ bietet z.B. eine Entlastung im geschützten Rahmen, um Fragen rund um die Pflege und Fürsorge von Angehörigen zu klären und neue Handlungswege zu finden.

Der 2014 eingeführte „Kommunikationszirkel“ schafft ein Angebot, sich über aktuelle politische Themen anhand deutscher Zeitungen zu informieren und sich darüber auszutauschen. Des Weiteren gibt es gesondert einmal monatlich eine Informationsveranstaltung zu verschiedenen Themenbereichen, die die Integration in die hiesige Gesellschaft erleichtern sollen.

Darüber hinaus wurde eine kooperative, offene Migrationsberatungsstelle eingerichtet, die vom Land Niedersachsen sowie der Stadt Hannover gefördert wird. Zu den Aufgaben dieser Beratungsstelle zählen u.a. die in Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen und Behörden durchgeführte Einzelfallhilfe, die fortlaufende Vermittlung von Orientierungswissen und Möglichkeiten der Teilhabe von Migrantinnen und Migranten am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der deutschen Gesellschaft, die Beratung der Opfer von Antisemitismus sowie die Beratung der Menschen, die in zweiter und dritter Generation nach der Shoa an Traumata leiden.

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