Webredaktion

Bericht vom Wintermachane 2017/18

Mit 55 Chanichim und 17 Madrichim ging es dieses Jahr für das Wintermachane 2017 in die Region Siegtal. Es stand unter dem Motto Tikkun Olam, was bereits am ersten Abend durch ein kleines Theaterstück der Madrichim als Einleitung für die Gruppeneinteilung deutlich wurde.
Neben lehrreichen und spaßigen Peulot in den Altersgruppen, gab es ein vielfältiges Angebot an Chugim (Sport, Kunst, Beauty, Hippie, Spiele, Israel etc.), aus dem die Chanichim frei wählen konnten. Auch darüber hinaus gab es viel zu erleben: Bei einem Israelquiz konnten sie mit ihrem Wissen punkten und Neues erwerben, sie konnten sich vom Vergnügen der Wies’n mitreißen lassen, die Chanukka-Geschichte neu erleben, ihr Können bei der Suche nach dem Super-Sniff von Netzer unter Beweis stellen und vieles mehr. Doch natürlich blieben wir nicht die ganze Zeit in der schönen, naturverbundenen Jugendherberge, sondern erkundeten in kleinen Gruppen die Kölner Innenstadt, powerten uns bei den Rutschen der Schwimmhalle aus, genossen die Natur bei einer Wanderung und besuchten das Odysseum oder battelten uns beim Kart fahren.

Es wurden viele alte Freunde wieder vereint und neue Freundschaften geschlossen.

Es hat viel Spaß gemacht.
Vielen Dank für ein wundervolles Machane!

Bis zum nächsten Mal!

Gedanken zum Monat Tevet von Rabbiner Dr. Gábor Lengyel

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Häufig wird die Frage gestellt: Wie konnte ein guter Gott all das zulassen?
Viele ultraorthodoxe Juden behaupten, dass die Shoa als Strafe Gottes zu sehen ist. Diese Aussage lehne ich ab. Gott hat den Menschen die Freiheit gegeben Gutes und Böses zu tun, das bedeutet aber leider auch die Freiheit, schreckliche Dinge zu tun, auch ganz schlimme Verbrechen zu begehen. Der jüdische Philosoph und Rabbiner Elieser Berkovits sagte: Nicht die Frage entscheidend: ‚Wo war Gott?‘, sondern: ‚Wo war der Mensch?“ Martin Buber sprach eher von Gottesfinsternis.