Gedanken zum Monat November von Rabbiner Dr. Gábor Lengyel

Am 9. November 1938 brannten die Synagogen in Deutschland, das war vor 80 Jahren! Wir erinnern und gedenken: „Das kulturelle Gedächtnis braucht Rituale, Mahnmale, Jahrestage, wiederkehrende Bilder“, schrieb Navid Kermani. Der Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn begann seinen Beitrag zum 9. November 2013 für die FAZ mit
sehr kritischen Worten, Zitat: „Machen wir uns nichts vor: Das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus verkümmert meistens zum gedankenlosen, sinnentleerten Ritual. Die immergleichen Redner verbreiten die immergleichen Worthülsen „Gegen das Vergessen!“ oder „Nie wieder!“ Die Bürger lassen diese formalen Äußerlichkeiten über sich ergehen. Innere Anteilnahme? Null.“ Ich selbst sehe die Hauptrolle von Juden in diesen Gedenkveranstaltungen kritisch. Wir sollten dort Gäste, aber nicht Agierende sein.

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